Wer sich mit einem Zahnimplantat beschäftigt, denkt häufig zuerst an den eigentlichen Eingriff. Doch bevor ein Implantat eingesetzt werden kann, muss zunächst geklärt werden, ob die Voraussetzungen dafür stimmen.
Eine sorgfältige Voruntersuchung vor einem Zahnimplantat ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der Behandlung.
Dabei geht es nicht nur um die Zahnlücke selbst. Auch die vorhandenen Zähne, das Zahnfleisch, der Kieferknochen, die allgemeine Gesundheit und die spätere Versorgung spielen bei der Planung eine Rolle.
Je genauer die Ausgangssituation bekannt ist, desto besser lässt sich beurteilen, welches Vorgehen medizinisch sinnvoll ist und ob zusätzliche Maßnahmen notwendig sein können.
In der Potsdam Oralchirurgie beginnt eine Implantatbehandlung deshalb mit einer individuellen Untersuchung und Diagnostik – nicht mit einem festen Behandlungsschema.
Ein Zahnimplantat wird im Kieferknochen verankert und soll später den geplanten Zahnersatz tragen.
Damit das möglich ist, müssen unterschiedliche Voraussetzungen berücksichtigt werden.
Zum Beispiel muss geprüft werden, ob ausreichend Knochen vorhanden ist, ob Entzündungen bestehen, wie gesund das Zahnfleisch ist und ob die spätere Versorgung funktionell sinnvoll geplant werden kann.
Auch der allgemeine Gesundheitszustand kann für die Behandlung und die Heilung eine Rolle spielen.
Die Voruntersuchung dient deshalb dazu, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und die Behandlung an die individuelle Situation anzupassen.
Mehr zu unserem Behandlungsschwerpunkt finden Sie hier: Implantologie in der Potsdam Oralchirurgie
Vor einer Implantation wird nicht nur die Stelle betrachtet, an der später das Implantat eingesetzt werden soll.
Eine sinnvolle Behandlungsplanung berücksichtigt die gesamte Mundsituation.
Dazu gehören unter anderem:
• die Zahnlücke und ihre Umgebung
• die vorhandenen Zähne
• das Zahnfleisch und der Zahnhalteapparat
• der Kieferknochen
• mögliche Entzündungen
• die Bisssituation
• die geplante spätere Versorgung
• die allgemeine Gesundheit
• regelmäßig eingenommene Medikamente
• individuelle Risikofaktoren
Welche Untersuchungen im einzelnen Fall notwendig sind, hängt von der Ausgangssituation und der geplanten Behandlung ab.
Bei der Planung eines Implantats spielt auch der Zustand der übrigen Zähne eine wichtige Rolle.
Vorhandene Zähne werden daraufhin beurteilt, ob sie gesund und langfristig erhaltungswürdig sind oder ob Erkrankungen vorliegen, die zunächst behandelt werden sollten.
Besonders wichtig sind die Zähne in unmittelbarer Nähe der geplanten Implantatposition.
Ihre Stellung, ihre Wurzeln und ihr Zustand können Einfluss darauf haben, wie ein Implantat später positioniert werden kann.
Auch die Frage, ob ein Zahn tatsächlich ersetzt werden muss oder möglicherweise noch erhalten werden kann, gehört zu einer sorgfältigen Behandlungsplanung.
Das Ziel ist nicht, möglichst schnell ein Implantat zu setzen, sondern eine langfristig sinnvolle Gesamtlösung zu entwickeln.
Gesundes Zahnfleisch und ein möglichst entzündungsfreies Umfeld sind wichtige Voraussetzungen für eine Implantatbehandlung.
Bestehen Zahnfleischentzündungen oder Erkrankungen des Zahnhalteapparates, sollten diese vor einer Implantation berücksichtigt und gegebenenfalls behandelt werden.
Besonders eine bestehende Parodontitis kann für die langfristige Planung relevant sein.
Bakterielle Entzündungen können nicht nur natürliche Zähne betreffen. Auch rund um Implantate können später entzündliche Veränderungen entstehen.
Deshalb gehört die Beurteilung der Mund- und Zahnfleischgesundheit zur Vorbereitung einer Implantatbehandlung.
Wichtig ist außerdem, ob die geplante Versorgung später gut gereinigt werden kann. Eine langfristig erfolgreiche Versorgung sollte nicht nur stabil, sondern auch im Alltag gut pflegbar sein.
Ein Zahnimplantat wird im Kieferknochen verankert. Deshalb muss vor der Implantation beurteilt werden, wie viel Knochen an der geplanten Position vorhanden ist.
Dabei spielen nicht nur die Knochenhöhe, sondern auch die Breite und die anatomischen Verhältnisse eine Rolle.
Nach länger bestehendem Zahnverlust kann sich der Kieferknochen teilweise zurückbilden. Auch frühere Entzündungen, Parodontitis oder andere Veränderungen können das Knochenangebot beeinflussen.
Zu wenig Knochen bedeutet jedoch nicht automatisch, dass ein Implantat ausgeschlossen ist.
Je nach Befund kann geprüft werden, ob ein Knochenaufbau sinnvoll und möglich ist.
Mehr dazu finden Sie hier: Knochenaufbau in der Potsdam Oralchirurgie
Ausführliche Informationen finden Sie außerdem im Ratgeber: Implantate trotz wenig Knochen – welche Möglichkeiten gibt es?
Bildgebende Verfahren helfen dabei, die anatomische Situation vor einer Implantation genauer zu beurteilen.
Welche Aufnahme sinnvoll ist, hängt von der jeweiligen Fragestellung ab.
In vielen Fällen liefern konventionelle Röntgenaufnahmen bereits wichtige Informationen über Zähne und Kieferknochen.
Bei komplexeren Situationen kann eine dreidimensionale Aufnahme zusätzliche Informationen liefern.
Eine digitale Volumentomographie (DVT) ermöglicht die räumliche Darstellung des Kiefers und kann beispielsweise helfen, Knochenverhältnisse und die Lage anatomischer Strukturen genauer einzuschätzen.
Eine DVT ist jedoch nicht automatisch vor jeder Implantation notwendig. Sie wird eingesetzt, wenn die zusätzliche dreidimensionale Information für die Planung sinnvoll ist.
Mehr zur Untersuchung erfahren Sie hier: Digitale 3D-Technologie / DVT
Eine dreidimensionale Diagnostik kann vor allem dann hilfreich sein, wenn anatomische Verhältnisse genauer beurteilt werden müssen.
Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn wenig Knochen vorhanden ist, ein Knochenaufbau geplant wird oder wichtige anatomische Strukturen in unmittelbarer Nähe der geplanten Implantatposition liegen.
Auch bei komplexeren Ausgangssituationen kann eine 3D-Aufnahme zusätzliche Informationen für die Planung liefern.
Die Entscheidung für eine DVT sollte deshalb immer von der individuellen Fragestellung abhängig gemacht werden.
Weitere Informationen finden Sie in unseren Ratgebern:
DVT in der Implantologie – wann ist 3D-Diagnostik sinnvoll?
3D-Diagnostik in der Oralchirurgie – mehr Sicherheit vor komplexen Eingriffen
Ein Implantat ist nicht das eigentliche Behandlungsziel. Es dient als Grundlage für den späteren Zahnersatz.
Deshalb sollte bereits vor dem chirurgischen Eingriff berücksichtigt werden, wie die spätere Krone, Brücke oder andere Versorgung gestaltet werden soll.
Die Position eines Implantats wird nicht allein danach bestimmt, wo ausreichend Knochen vorhanden ist.
Auch die spätere Funktion, die Belastung beim Kauen, die Reinigungsfähigkeit und die geplante Form des Zahnersatzes spielen eine Rolle.
Gerade bei mehreren fehlenden Zähnen oder umfangreicheren Versorgungen ist deshalb eine enge Abstimmung zwischen chirurgischer und prothetischer Planung wichtig.
Mehr zu unterschiedlichen Versorgungskonzepten erfahren Sie im Ratgeber: Feste Zähne durch Implantate – was ist heute möglich?
Auch die Belastungsverhältnisse beim Kauen können für eine Implantatversorgung relevant sein.
Zähne und Zahnersatz sind beim Kauen unterschiedlichen Kräften ausgesetzt. Deshalb sollte bei der Planung berücksichtigt werden, wie Ober- und Unterkiefer aufeinander treffen und wie die spätere Versorgung belastet werden könnte.
Bei einzelnen Zahnlücken kann dies ebenso relevant sein wie bei größeren implantatgetragenen Versorgungen.
Ziel ist eine Versorgung, die nicht nur anatomisch möglich ist, sondern sich möglichst sinnvoll in die vorhandene Zahnsituation einfügt.
Vor einer Implantation ist nicht nur die Mundsituation relevant. Auch die allgemeine Gesundheit sollte berücksichtigt werden.
Deshalb ist es wichtig, bestehende Erkrankungen und regelmäßig eingenommene Medikamente im Beratungsgespräch vollständig anzugeben.
Je nach Situation können unterschiedliche gesundheitliche Faktoren Einfluss auf die Planung, den Eingriff oder die Heilung haben.
Dazu können beispielsweise Stoffwechselerkrankungen, Erkrankungen des Immunsystems, Störungen der Blutgerinnung oder andere medizinische Besonderheiten gehören.
Eine Erkrankung bedeutet dabei nicht automatisch, dass ein Implantat nicht möglich ist.
Entscheidend ist vielmehr, mögliche Risiken zu kennen und sie bei der individuellen Behandlungsplanung zu berücksichtigen.
Bestimmte Medikamente können für einen chirurgischen Eingriff relevant sein.
Dazu gehören beispielsweise Medikamente, die die Blutgerinnung beeinflussen, oder bestimmte Arzneimittel, die Auswirkungen auf den Knochenstoffwechsel haben können.
Auch andere regelmäßig eingenommene Medikamente können für die Planung wichtig sein.
Patientinnen und Patienten sollten Medikamente deshalb vollständig angeben und nicht eigenständig vor einem Eingriff absetzen.
Ob eine Anpassung notwendig ist, muss individuell beurteilt und gegebenenfalls mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt abgestimmt werden.
Auch Rauchen gehört zu den Faktoren, die bei einer Implantatbehandlung berücksichtigt werden sollten.
Rauchen kann die Heilung von Gewebe beeinflussen und ist mit einem erhöhten Risiko für entzündliche Veränderungen im Mundraum verbunden.
Das bedeutet nicht automatisch, dass eine Implantation bei Rauchern grundsätzlich ausgeschlossen ist.
Der individuelle Konsum und weitere Risikofaktoren sollten jedoch offen besprochen und bei der Behandlungsplanung berücksichtigt werden.
Eine ehrliche Einschätzung der persönlichen Ausgangssituation ist für eine sinnvolle Beratung wichtiger als eine pauschale Aussage.
Bestehende Entzündungen des Zahnhalteapparates sollten vor einer Implantatversorgung berücksichtigt werden.
Bei einer Parodontitis können Zahnfleisch und Kieferknochen betroffen sein. Da auch Implantate langfristig auf ein möglichst gesundes Umfeld angewiesen sind, sollte eine bestehende Erkrankung nicht ignoriert werden.
Je nach Befund kann deshalb zunächst eine Behandlung und Stabilisierung der Mundsituation sinnvoll sein.
Auch nach einer Implantation bleibt eine regelmäßige Kontrolle wichtig, da entzündliche Erkrankungen rund um Implantate ebenfalls auftreten können.
Informationen zu bereits bestehenden Entzündungen an Implantaten finden Sie hier: Periimplantitistherapie
Nicht jede Implantatplanung beginnt mit einer bereits vorhandenen Zahnlücke.
Manchmal ist an der geplanten Position noch ein Zahn vorhanden, der aufgrund einer Erkrankung, Fraktur oder anderer Gründe möglicherweise nicht erhalten werden kann.
Dann muss zunächst beurteilt werden, ob der Zahn tatsächlich entfernt werden muss und wie die Situation nach der Zahnentfernung voraussichtlich aussehen wird.
In bestimmten Fällen kann eine Implantation unmittelbar nach der Entfernung eines Zahnes infrage kommen. In anderen Situationen kann es sinnvoll sein, zunächst die Heilung abzuwarten.
Welches Vorgehen geeignet ist, hängt unter anderem von den Knochenverhältnissen, möglichen Entzündungen und der geplanten Implantatposition ab.
Ein eingeschränktes Knochenangebot gehört zu den häufigen Fragen bei der Implantatplanung.
Besonders wenn ein Zahn bereits längere Zeit fehlt, kann sich der Kieferknochen in diesem Bereich zurückgebildet haben.
Ob trotzdem ein Implantat möglich ist, hängt davon ab, wie ausgeprägt der Knochenverlust ist und welche anatomischen Voraussetzungen bestehen.
Je nach Situation kann ein kleinerer Knochenaufbau gleichzeitig mit der Implantation möglich sein. Bei größeren Defekten kann ein schrittweises Vorgehen sinnvoll sein.
Deshalb lässt sich die Frage „Habe ich genug Knochen für ein Implantat?“ erst nach einer individuellen Untersuchung zuverlässig beurteilen.
Implantate benötigen langfristig eine gute Pflege.
Deshalb ist bereits vor der Behandlung wichtig, wie gut Zähne und Zahnfleisch gereinigt werden können und ob Entzündungen bestehen.
Eine Implantatversorgung sollte so geplant werden, dass sie später möglichst gut zugänglich und im Alltag gründlich zu reinigen ist.
Das gilt besonders für implantatgetragene Brücken oder umfangreichere Versorgungen.
Auch nach erfolgreicher Einheilung bleiben regelmäßige häusliche Pflege und zahnärztliche Kontrollen wichtig.
Ein Implantat ersetzt eine Zahnwurzel – es ersetzt jedoch nicht die notwendige Mundhygiene und Nachsorge.
Zur Implantatplanung gehört nicht nur die medizinische Untersuchung.
Auch die Wünsche, Erwartungen und Fragen der Patientinnen und Patienten sollten besprochen werden.
Dabei kann beispielsweise geklärt werden:
• welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen
• welche Alternativen zu einem Implantat infrage kommen können
• ob ein Knochenaufbau notwendig sein könnte
• welcher zeitliche Ablauf zu erwarten ist
• ob eine Einheilphase notwendig ist
• welche Form des Zahnersatzes geplant werden soll
• welche individuellen Risiken berücksichtigt werden müssen
Eine verständliche Beratung soll dabei helfen, die geplante Behandlung nachvollziehen und eine informierte Entscheidung treffen zu können.
Ein Implantat kann eine gute Möglichkeit sein, einen fehlenden Zahn oder mehrere fehlende Zähne zu ersetzen. Es ist jedoch nicht automatisch in jeder Situation die einzige sinnvolle Lösung.
Je nach Ausgangssituation können auch andere Versorgungskonzepte infrage kommen.
Bei einer einzelnen Zahnlücke kann beispielsweise eine klassische Brücke eine mögliche Alternative sein. Welche Lösung langfristig sinnvoller ist, hängt unter anderem vom Zustand der Nachbarzähne, vom Knochenangebot und von den persönlichen Voraussetzungen ab.
Mehr zu dieser Entscheidung finden Sie im Ratgeber: Implantat oder Brücke – was ist langfristig sinnvoller?
Eine gute Beratung beginnt deshalb nicht mit der Frage, wie ein Implantat eingesetzt wird, sondern zunächst mit der Frage, welche Behandlung für die jeweilige Situation am sinnvollsten ist.
Auch die Wahl des Implantatmaterials kann Teil der Behandlungsplanung sein.
Titanimplantate sind seit vielen Jahren etabliert. Für bestimmte Situationen stehen außerdem Keramikimplantate als metallfreie Alternative zur Verfügung.
Welche Implantatart geeignet ist, hängt vom individuellen Befund, der geplanten Versorgung sowie medizinischen und funktionellen Faktoren ab.
Deshalb sollte die Materialfrage nicht isoliert von der übrigen Implantatplanung betrachtet werden.
Mehr zur metallfreien Alternative erfahren Sie hier: Keramikimplantate in der Potsdam Oralchirurgie
Für manche Patientinnen und Patienten ist bereits die Vorstellung eines chirurgischen Eingriffs belastend.
Auch das sollte bereits vor der Implantation offen angesprochen werden.
Eine verständliche Erklärung der einzelnen Behandlungsschritte kann helfen, Unsicherheit zu reduzieren. Je nach persönlicher Situation und Umfang des Eingriffs können außerdem Möglichkeiten zur Beruhigung oder Sedierung besprochen werden.
Wichtig ist, dass Angst nicht erst am Tag des Eingriffs thematisiert wird.
Mehr dazu finden Sie hier: Angst vorm Zahnarzt
Nach der Untersuchung werden die erhobenen Befunde zusammengeführt.
Anschließend kann beurteilt werden, ob eine Implantation grundsätzlich möglich ist und welches Vorgehen sinnvoll erscheint.
Wenn ausreichend Knochen vorhanden und die Mundsituation stabil ist, kann die Implantation geplant werden.
Falls zunächst andere Maßnahmen notwendig sind, werden diese in die Behandlungsplanung einbezogen. Dazu können beispielsweise die Behandlung bestehender Entzündungen, eine Zahnentfernung oder ein Knochenaufbau gehören.
Auch der zeitliche Ablauf hängt von diesen Voraussetzungen ab.
Mehr zum grundsätzlichen Ablauf erfahren Sie hier: Wie läuft eine Implantation ab? Schritt für Schritt erklärt
Die Voraussetzungen für Zahnimplantate unterscheiden sich von Mensch zu Mensch.
Bei einer einzelnen Zahnlücke mit guten Knochenverhältnissen kann die Planung vergleichsweise unkompliziert sein.
Bei umfangreicherem Zahnverlust, wenig Kieferknochen, bestehenden Erkrankungen oder komplexen anatomischen Verhältnissen kann eine ausführlichere Diagnostik notwendig sein.
Deshalb ist nicht jede Röntgenaufnahme bei jedem Patienten notwendig und nicht jede zusätzliche Untersuchung automatisch sinnvoll.
Entscheidend ist vielmehr, welche Informationen für die konkrete Behandlungsentscheidung benötigt werden.
Eine individuelle Diagnostik bedeutet deshalb nicht, möglichst viele Untersuchungen durchzuführen, sondern die Untersuchungen auszuwählen, die für die jeweilige Situation sinnvoll sind.
In der Potsdam Oralchirurgie beginnt eine Implantatbehandlung mit einer sorgfältigen Beurteilung der individuellen Ausgangssituation.
Dabei berücksichtigen wir die vorhandenen Zähne, Zahnfleisch und Mundgesundheit, das Knochenangebot sowie medizinische und anatomische Voraussetzungen.
Je nach Fragestellung können neben der klinischen Untersuchung auch Röntgenaufnahmen oder eine dreidimensionale Diagnostik sinnvoll sein.
Wenn nicht ausreichend Knochen vorhanden ist, prüfen wir, ob ein Knochenaufbau infrage kommt. Auch die spätere Versorgung und die langfristige Reinigungsfähigkeit werden bei der Planung berücksichtigt.
Unser Ziel ist eine nachvollziehbare Behandlungsplanung, bei der nicht nur gefragt wird, ob ein Implantat technisch möglich ist, sondern ob die geplante Versorgung zur individuellen Situation passt.
Mehr zu unserem Behandlungsschwerpunkt erfahren Sie hier: Zahnimplantate in der Potsdam Oralchirurgie
Vor einem Zahnimplantat müssen mehrere Faktoren berücksichtigt werden.
Dazu gehören die vorhandenen Zähne, das Zahnfleisch, der Kieferknochen, die Mundgesundheit, die Bisssituation, die geplante spätere Versorgung sowie mögliche gesundheitliche Risikofaktoren.
Je nach Ausgangssituation können Röntgenaufnahmen oder eine dreidimensionale Diagnostik zusätzliche Informationen liefern.
Auch die Frage, ob ein Knochenaufbau notwendig ist oder zunächst andere Behandlungen sinnvoll sind, lässt sich erst nach einer individuellen Untersuchung beantworten.
Deshalb beginnt eine Implantatbehandlung nicht mit dem eigentlichen Eingriff.
Sie beginnt mit der Frage, welche Voraussetzungen vorhanden sind und welches Behandlungskonzept langfristig zur persönlichen Situation passt.
Vor einer Implantation wird nicht nur die Zahnlücke selbst untersucht. Auch die vorhandenen Zähne, das Zahnfleisch, der Kieferknochen, die Mundgesundheit, die Bisssituation und die geplante spätere Versorgung spielen eine Rolle. Zusätzlich werden mögliche Vorerkrankungen, Medikamente und individuelle Risikofaktoren berücksichtigt.
Nein. Eine 3D-Aufnahme ist nicht automatisch vor jeder Implantation notwendig. Sie kann sinnvoll sein, wenn die Knochenverhältnisse genauer beurteilt werden müssen, wenig Knochen vorhanden ist, ein Knochenaufbau geplant wird oder wichtige anatomische Strukturen berücksichtigt werden müssen.
Zu wenig Kieferknochen bedeutet nicht automatisch, dass ein Implantat ausgeschlossen ist. Je nach Befund kann geprüft werden, ob ein Knochenaufbau sinnvoll ist oder ob ein anderes Vorgehen infrage kommt. Entscheidend ist, wie viel Knochen vorhanden ist und wo das Implantat später eingesetzt werden soll.
Ein möglichst entzündungsfreies Umfeld ist eine wichtige Voraussetzung für eine Implantatbehandlung. Bestehen Zahnfleischentzündungen oder eine Parodontitis, sollten diese vor der Implantation berücksichtigt und gegebenenfalls behandelt werden. Auch die spätere Reinigungsfähigkeit der Versorgung spielt eine wichtige Rolle.
Ja. Regelmäßig eingenommene Medikamente sollten vollständig angegeben werden, weil bestimmte Arzneimittel für die Planung oder den Eingriff relevant sein können. Medikamente sollten jedoch nicht eigenständig abgesetzt werden. Ob etwas angepasst werden muss, wird individuell beurteilt.
Rauchen schließt eine Implantation nicht automatisch aus, kann aber die Heilung beeinflussen und das Risiko für Entzündungen erhöhen. Deshalb sollte der eigene Konsum offen angesprochen und gemeinsam mit anderen Risikofaktoren bei der Planung berücksichtigt werden.
Ja. Eine Implantatberatung sollte nicht nur klären, ob ein Implantat technisch möglich ist, sondern auch, ob es für die jeweilige Situation sinnvoll ist. Je nach Befund können auch andere Versorgungslösungen infrage kommen. Ziel ist eine langfristig passende und nachvollziehbare Behandlung.
Nach der Untersuchung werden die Befunde zusammengeführt und die nächsten Schritte geplant. Wenn die Voraussetzungen stimmen, kann die Implantation vorbereitet werden. Falls vorher noch andere Maßnahmen notwendig sind, zum Beispiel die Behandlung einer Entzündung, eine Zahnentfernung oder ein Knochenaufbau, werden diese in den Behandlungsplan einbezogen.
Autorin des Beitrags
Dr. med. dent. Zsuzsa Dudás ist Fachzahnärztin für Oralchirurgie in Potsdam. Ihr Schwerpunkt liegt auf Implantologie, Knochenaufbauverfahren und operativer Zahnerhaltung. In der Praxis Potsdam Oralchirurgie behandelt sie chirurgische Fragestellungen mit moderner Diagnostik, darunter digitale 3D-Bildgebung (DVT), und legt besonderen Wert auf eine ruhige, verständliche Beratung. Ziel ist eine langfristig stabile und funktionelle Versorgung ihrer Patientinnen und Patienten.