Ein Zahnimplantat benötigt eine stabile Basis. Damit es sicher im Kiefer verankert werden kann, muss ausreichend Knochensubstanz vorhanden sein.
Nach einem Zahnverlust kann sich der Kieferknochen jedoch mit der Zeit zurückbilden. Der Grund dafür ist einfach: Fehlt die natürliche Zahnwurzel, fehlt auch die regelmäßige Belastung des Knochens.
Wenn ein Implantat geplant ist, prüfen wir deshalb zunächst sorgfältig, ob der vorhandene Knochen für eine langfristig stabile Versorgung ausreicht.
In der Praxis Potsdam Oralchirurgie nehmen wir uns Zeit, die individuelle Ausgangssituation genau zu beurteilen und den möglichen Behandlungsweg verständlich zu erklären.
Ein Knochenaufbau vor Implantaten kann notwendig werden, wenn der vorhandene Kieferknochen nicht ausreichend hoch, breit oder stabil ist.
Das kann zum Beispiel der Fall sein bei:
Ob ein Knochenaufbau tatsächlich erforderlich ist, lässt sich erst nach einer genauen Untersuchung beurteilen.
Der Kieferknochen ist ein aktives Gewebe. Er reagiert auf Belastung und passt sich an die jeweilige Situation an.
Solange ein natürlicher Zahn vorhanden ist, wird der Knochen durch die Zahnwurzel regelmäßig beansprucht. Fehlt ein Zahn über längere Zeit, fehlt diese natürliche Belastung. Dadurch kann sich der Knochen langsam zurückbilden.
Auch Entzündungen, Zahnfleischerkrankungen oder schlecht sitzender Zahnersatz können dazu beitragen, dass Knochensubstanz verloren geht.
Am Anfang steht eine gründliche Untersuchung von Zähnen, Zahnfleisch und Kieferknochen.
Häufig werden zusätzlich Röntgenbilder oder eine digitale Volumentomographie (DVT) eingesetzt. Die DVT ermöglicht eine dreidimensionale Darstellung des Kiefers und hilft, das vorhandene Knochenangebot präzise einzuschätzen.
Mehr Informationen zur modernen 3D-Diagnostik finden Sie hier: Digitale Volumentomographie (DVT)
Eine sorgfältige Diagnostik ist wichtig, um den Eingriff sicher zu planen und die Implantatposition möglichst exakt festzulegen.
Der Ablauf hängt davon ab, wie viel Knochen aufgebaut werden muss und an welcher Stelle das Implantat geplant ist.
Ziel ist es immer, eine stabile Grundlage zu schaffen, damit das spätere Implantat sicher im Kiefer verankert werden kann.
Der Ablauf kann je nach Situation folgende Schritte umfassen:
In manchen Fällen kann der Knochenaufbau gleichzeitig mit der Implantation erfolgen. In anderen Situationen ist zunächst ein separater vorbereitender Eingriff sinnvoll.
Für den Knochenaufbau können unterschiedliche Materialien eingesetzt werden.
Je nach Ausgangssituation kommen unter anderem infrage:
Welche Methode geeignet ist, hängt vom individuellen Befund, dem geplanten Implantat und der Menge des aufzubauenden Knochens ab.
Bei bestimmten Eingriffen kann zusätzlich PRF eingesetzt werden. PRF ist ein aus dem eigenen Blut gewonnenes Fibrinkonzentrat, das die natürliche Wundheilung unterstützen kann.
Gerade bei chirurgischen Eingriffen, bei denen Gewebe regenerieren und einheilen soll, kann PRF eine sinnvolle Ergänzung sein.
Mehr dazu erfahren Sie hier: PRF in der Oralchirurgie – Eigenblut zur besseren Heilung
Nach einem Knochenaufbau benötigt der Körper Zeit, um das eingebrachte Material zu integrieren und stabile Strukturen aufzubauen.
Die Heilungsdauer hängt stark von der individuellen Situation ab. Je nach Umfang des Eingriffs kann sie mehrere Wochen bis einige Monate betragen.
Erst wenn der Bereich ausreichend stabil ist, kann das Implantat gesetzt oder weiter versorgt werden.
Der Eingriff erfolgt in der Regel unter lokaler Betäubung und ist dadurch gut kontrollierbar.
Nach der Behandlung können Schwellungen oder leichte Beschwerden auftreten, ähnlich wie nach anderen oralchirurgischen Eingriffen. Diese klingen meist innerhalb weniger Tage wieder ab.
Eine gute Nachsorge, Kühlung und Schonung unterstützen den Heilungsverlauf.
Ja, in vielen Fällen ist ein Implantat auch ohne zusätzlichen Knochenaufbau möglich.
Entscheidend ist, ob ausreichend Knochen vorhanden ist und ob das Implantat sicher positioniert werden kann.
Mehr zum Ablauf einer Implantation finden Sie hier: Wie läuft eine Implantation ab? Schritt für Schritt erklärt
Wenn die Voraussetzungen gut sind, kann das Implantat direkt geplant und eingesetzt werden.
Ein Knochenaufbau kann sinnvoll sein, wenn ein Implantat gewünscht ist, der vorhandene Knochen aber nicht ausreicht.
Das betrifft vor allem Patientinnen und Patienten, bei denen Zähne schon länger fehlen oder der Knochen durch Entzündungen, Parodontitis oder andere Faktoren geschwächt ist.
Ob ein Knochenaufbau notwendig ist, zeigt die persönliche Untersuchung.
Ein Knochenaufbau kann ein wichtiger Schritt sein, wenn ein Implantat geplant ist und nicht genügend Knochensubstanz vorhanden ist.
Durch sorgfältige Diagnostik, präzise Planung und moderne Verfahren lässt sich die Behandlung individuell vorbereiten.
In der Praxis Potsdam Oralchirurgie prüfen wir genau, ob ein Knochenaufbau notwendig ist und welche Methode im jeweiligen Fall sinnvoll erscheint.
So entsteht eine stabile Grundlage für eine langfristige Implantatversorgung.
Kurz und verständlich beantwortet – damit Sie besser einschätzen können, wann ein Knochenaufbau vor einer Implantation sinnvoll oder notwendig ist.
Ein Knochenaufbau vor Implantaten ist notwendig, wenn nicht genügend Knochensubstanz vorhanden ist, um ein Implantat sicher im Kiefer zu verankern. Das kann zum Beispiel nach längerem Zahnverlust, Entzündungen oder Parodontitis der Fall sein.
Der Kieferknochen benötigt Belastung, um stabil zu bleiben. Fehlt ein Zahn über längere Zeit, fehlt auch die natürliche Belastung durch die Zahnwurzel. Dadurch kann sich der Knochen langsam zurückbilden.
Ob ausreichend Knochen vorhanden ist, wird durch eine gründliche Untersuchung, Röntgenbilder und bei Bedarf eine digitale Volumentomographie (DVT) festgestellt. So kann das Knochenangebot dreidimensional beurteilt werden.
Beim Knochenaufbau wird der betroffene Bereich vorbereitet und mit Eigenknochen, Knochenersatzmaterial oder einer Kombination verschiedener Materialien aufgebaut. Ziel ist es, eine stabile Grundlage für das spätere Implantat zu schaffen.
In manchen Fällen kann der Knochenaufbau gleichzeitig mit der Implantation durchgeführt werden. Wenn jedoch zu wenig Knochensubstanz vorhanden ist, kann zunächst ein separater vorbereitender Eingriff sinnvoll sein.
Die Heilung nach einem Knochenaufbau dauert je nach Umfang des Eingriffs mehrere Wochen bis einige Monate. Erst wenn der Bereich ausreichend stabil ist, kann das Implantat gesetzt oder weiter versorgt werden.
Der Knochenaufbau erfolgt in der Regel unter lokaler Betäubung und ist dadurch gut kontrollierbar. Nach dem Eingriff können Schwellungen oder leichte Beschwerden auftreten, die meist innerhalb weniger Tage abklingen.
Ja, ein Zahnimplantat kann in vielen Fällen auch ohne Knochenaufbau gesetzt werden. Entscheidend ist, ob ausreichend stabiler Kieferknochen vorhanden ist und das Implantat sicher positioniert werden kann.
Autorin des Beitrags
Dr. med. dent. Zsuzsa Dudás ist Fachzahnärztin für Oralchirurgie in Potsdam. Ihr Schwerpunkt liegt auf Implantologie, Knochenaufbauverfahren und operativer Zahnerhaltung. In der Praxis Potsdam Oralchirurgie behandelt sie chirurgische Fragestellungen mit moderner Diagnostik, darunter digitale 3D-Bildgebung (DVT), und legt besonderen Wert auf eine ruhige, verständliche Beratung. Ziel ist eine langfristig stabile und funktionelle Versorgung ihrer Patientinnen und Patienten.